Kategorie: Antifaschismus

  • Eroberung Kabuls

    Nach dem Gr0ßteil Afghanistans ist auch die afghanische Hauptstadt Kabul von den Taliban eingenommen worden. Für die Menschen vor Ort bedeutet das starke Unterdrückung oder den Tod. Besonders gefährdet sind diejenigen, die westlichen Kräften in der Vergangenheit geholfen haben, die aktuell von eben diesen Staaten zurückgelassen werden. Die Bilder, Videos und Berichte aus Kabul erschrecken und es stellt sich die Frage: Was können wir tun?

    Zunächst einmal Aufmerksamkeit behalten: Versucht euch über die Berichte von Menschen vor Ort zu informieren, schaut wer nicht erst seit einer Woche über Afghanistan berichtet und schenkt vor allem Afghan*innen eure Aufmerksamkeit. Seid euch dabei bewusst, dass diese Menschen gerade unmittelbar von einer Terrororganisation angegriffen werden, sie den Ermordungen ihrer engsten Vertrauten, willkürlicher Gewalt, Sexsklaverei und anderen Erniedrigungen ausgesetzt sind.
    Aktuell berichten, bzw. schaffen Reichweite z.B.: Das Netzwerk deutschsprachiger Afghan*innen: twitter, instagram (aktuell kommunizieren sie vor allem über Insta-Stories)
    The Afghan„+backupaccount
    Blingistan„, Diasporaafghanin
    Ahmad Qais Munhazim, Diasporaafghane in den USA
    Emran Feroz, Diasporaafghane in Österreich
    Waslat Hasrat-Nazimi, die auch für die Deutsche Welle schreibt
    Einen anderen Blickpunkt eröffnet z.B. Ilja Sperling, der als Bundeswehrsoldat Ende der 2000er in Afghanistan war und die damalige schlechte Einsatzplanung kritisiert hat, sowie Marcus Grotian, der den Umgang mit den Ortskräften kritisch beleuchtet.
    Über die Reaktionen anderer Nah-Oststaaten auf die Eroberung der Taliban berichten das MEMRI (Middle East Media Research Institute) und Mena-Watch.

    Außerdem könnt ihr spenden. Auch hier gilt die Empfehlung, schaut, wie die Organisationen oder Personen bisher aktiv waren. Aktuell gilt es Menschen eine sichere Ausreise zu finanzieren und sie in Afghanistan mit Lebensmitteln und anderen Ressourcen versorgen zu können.
    z.B. der afghanische Frauenverein, Srow Zar Children (eine afghanische Kinderhilfsorganisation), Qais Munhazims GoFundMe für LGBTQA+ Menschen, Das Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte, Ärzte ohne Grenzen (die wichtige Arbeit in Flüchtlingscamps leisten)

    Für die sichere Ausreise könnt ihr außerdem eure Bundestagsabgeordneten kontaktieren: In Bamberg sind das aktuell Thomas Silberhorn (CDU/CSU, Kontakt), Andreas Schwarz (SPD, Kontakt) und Lisa Badum (Grüne, Kontakt) (Sonst hier nachschauen).  Wenn ihr selbst keine Worte findet, nutzt z.B. die Vorlage von R. von Wurm-Seibel, die in Kabul gelebt hat: abrufbar auf google docs [Zugriff:19.08.2021, 11:35] Oder über diese Website: der Luftbrücke Kabul.

    Generell könnt ihr Petitionen unterzeichnen, an Demos teilnehmen und Flüchtlingshilfsorganisationen unterstützen. Aktuell laufende Petitionen sind z.B.: für sichere Fluchtwege sowie für die Rettung aller Bedrohten
    In Bamberg gibt es den Verein Freund statt Fremd, um Geflüchtete im Alltag zu unterstützen und den lokalen Ableger der Seebrücke, die sich nun auch für eine Luftbrücke aus Afghanistan einsetzt.

     

  • Podiumsdiskussion: Wie gefährlich sind die Anti-Corona-Proteste?

    Wir verweisen hier auf eine Online-Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus am 26.03.2020. Genauere Informationen zu Anmeldung und Videoplattform findet ihr auf der Veranstaltungsseite. Im Folgenden zitieren wir an dieser Stelle den Einladungstext der Veranstaltung: (mehr …)

  • Gastbeitrag: „Antisemitismus in Deutschland – Alltag statt Einzelfall“

    Da sich der antisemitische Anschlag von Halle jährt, bieten wir dem Netzwerk „Aufstehen gegen Rassismus“ ein weiteres Mal unseren Blog als Plattform für einen Artikel, der euch mehr Verständnis für Antisemitismus und was ihr dagegen tun könnt geben soll. Sarah Lange hat dafür einige Ressourcen bemüht. Schaut auch gerne bei Aufstehen gegen Rassismus Bamberg vorbei.

    Antisemitismus in Deutschland – Alltag statt Einzelfall

    Was kann ich tun? Eine Ressourcensammlung.

    Letze Woche jährte sich das Attentat von Halle. Medial und vor Ort wurde der Toten gedacht und den Überlebenden Mitgefühl und Solidarität bekundet. Und was bleibt? Noch immer scheinen Unverständnis und Entsetzen die vorherrschende Reaktion in der sogenannten Mehrheitsgesellschaft zu sein, angesichts dessen, was man als Tat eines einzelnen gewalttätigen Antisemiten und Rassisten versteht.

    (mehr …)

  • Aufruf: Gegen Nazis und Geschichtsfälschung

    Am 15.02. Nazis entgegentreten! Heraus zur Antifaschistischen Aktion!

    (Bildquelle: facebook.com/kiba.bamberg)

    Die offen neonazistische Kleinstpartei „III. Weg“ will am Samstag den 15. Februar 2020 durch Bamberg marschieren und ihre rechtsextreme Geschichtsverdrehung nach Außen tragen.

    Seit mehreren Jahren führt der „III. Weg“ Aufmärsche zur Bombardierung Dresdens durch die Alliierten in verschiedenen Städten durch, zuletzt im hessischen Fulda. Dieses Jahr nun also Bamberg. Ausgerechnet am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und Holocaust-Gedenktag, haben die Nazis ihre Demonstration angemeldet und angekündigt.

    Begründet wird der Aufmarsch in Bamberg damit, dass durch die Alliierten „am 22. Februar 1945 die Stadt konzentriert angegriffen“ wurde und „162 Todesopfer allein im Innenstadtbereich verzeichnet wurden“. Tatsächlich ist Bamberg im Vergleich zu anderen Städten sehr glimpflich davongekommen.

    Der Grund für die Angriffe der Alliierten, also der von den Nationalsozialisten angefangene Zweite Weltkrieg mit all seinen Grausamkeiten und der industriellen Vernichtung von Millionen
    Menschen durch das Deutsche Reich, wird in der Erzählung des „III. Wegs“ natürlich ausgelassen.
    (mehr …)

  • Gründungstreffen von AgR Bamberg

    Endlich ist es soweit: Nachdem seit längerer Zeit die Idee im Raum stand für das Bündnis Aufstehen gegen Rassismus auch einen Ableger in Bamberg zu gründen, steht mittlerweile ein Termin fest:

    Wann? 20.01.2020; 20 Uhr
    Wo? Tambosi (Promenadestr. 11, 96047 Bamberg)

    -> Die Veranstaltung auf Facebook

    Aufstehen gegen Rassismus - auch in Bamberg
    (Bildquelle: aufstehen-gegen-rassismus.de)

  • Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben!

    Mit Bestürzen und Unverständnis haben wir die Entscheidung zu Kenntnis genommen, dass der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) die Gemeinnützigkeit entzogen wurde. Im Nachfolgenden dokumentieren wir die Stellungsnahme des Bundesvorstands der VVN-BdA und rufen zum solidarischen Handeln auf!

    Antifaschismus ist notwendig, nicht kriminell - Solidarität mit der VVN-BdA!

    (Bildquelle: https://blog.refak.at)

    (mehr …)